Nikolausgedicht 2010

Bei der Weihnachtsfeier am 18.12.2010 kam zu den Schützen auch der Nikolaus um ihnen kräftig die Leviten zu lesen. Hier der Text der uns von Knecht Rupprecht auch ohne Wikileaks zur Verfügung gestellt wurde:



Vom Schneesturm draußen komm ich her,
ich muss euch sagen, es friert mich sehr.
Da bin ich froh bei Euch zu sein,
die warme Schützenstube lädt richtig ein.

Auch diesmal meinen Weg zu euch gefunden,
ja, ich sage es euch unumwunden,
um Euch die Leviten zu lesen bin ich hier,
und nicht für ein schnelles kühles Bier.

Dass ihr Euch hier mit Bier könnt betanken,
habt ihr der Roswitha Ruißing zu verdanken.
Sie hat ein Auge auf den Vorrat an Getränken
und besorgt rechtzeitig was zum Ausschenken.

Als zweiter Vorstand hat sie sehr viel zu tun,
drum tut sie sich jetzt bei einer Kur ausruhn.
Möge sie sich im Saarland gut erholen,
die Arbeit wird sie hoffentlich nicht einholen.

Das Vereinsheim dekoriert für jede Feier,
die liebe Karin Westermeier.
Kassiererin und 2. Jugendleiterin ist sie ebenso,
und trifft beim Schießen sehr gut, da bin ich froh.

Luftgewehr-Schützenkönigin ist sie in diesem Jahr,
Als Königin hat sie Routine das ist klar.
Schon oft hat sie geziert die Königskette,
ja die Karin ist eine ganz eine Nette.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm sagt man,
und damit kommen wir bei der Daniela Westermeier an.
Die Zehner trifft sie immer in die Mitte ganz genau,
und ist deshalb dieses Jahr Königin beim Schützengau.

Ein anderer, der viele Ehrungen hat erhalten,
der gehört mittlerweile zu den ganz Alten,
Schießen ist seine große Liebe und Leidenschaft,
drum hat Ernst Levi beim KK-Liegend den Königsschuß geschafft.

Und weil er viel Zeit hat im Ruhestand,
ist er im Zweitverein auch im Vorstand.
Beim Gau wurde er dann auch geehrt,
nicht nur weil er auf jede Versammlung fährt.

Jahrelange strengte sich der Wolfgang Detke an,
jetzt hängt endlich seine Münze an der LP-Kette dran,
Nicht nur, dass er als Schriftführer Rundschreiben verschickt,
beim Pistolenschießen stellt er sich auch an ganz geschickt.

Auch in seiner Familie liegt das Schießen im Blut,
und seine Söhne, die treffen auch ganz gut.
Der Michael Detke ist bald bekannt im ganzen Land,
nachdem man ihn zum Schützen im Bundeskader hat ernannt.

Bei der Jugend schossen die Luftgewehrschützen sehr schlecht,
darum wurde er mit der Pistole König, der Martin Albrecht.
Trainieren tut er viel und häufig,
da stellt der Erfolg sich ein zwangsläufig.

Damit beim Schießen alles reibungslos läuft,
einer oft in der Arbeit drumherum halb ersäuft,
der Johann Mirbeth ist der Sportleiter,
doch oft fragt er „Wo ist eigentlich mein Zweiter?“

Damit meint er Josef Hummel, der das Amt vorher hatte,
der steht jetzt beim Sportausschuß auf der Matte,
um für Haunstetten und den Schießsport viel zu erreichen,
ich werte das als gutes Zeichen.

Im Stadtrat tut er für uns gut sitzen,
um uns vor Zuschußkürzungen zu schützen,
denn sparen muss die Stadt ganz viel Geld,
weil sie ist pleite wie der Rest der Welt.

Ja, das Geld, das macht allen Sorgen,
für die Lüftungsanlage im Keller musstet ihrs Euch borgen,
doch die Rückzahlerei ist jetzt vorbei,
der Verein ist wieder schuldenfrei.

Der Jugendleiter ist der Ali Kirarslan,
den sieht man in den Sitzungen auch nur dann und wann,
denn seit er die Mädels hat entdeckt,
er sich gerne bei denen versteckt.

Vier Frauen habt ihr übrigens, die sind nicht mal im Verein,
und knien sich trotzdem kräftig für ihn rein.
Die Gerti, Gudrun, Brigitte und Waltraud,
sorgen dafür das ihr nicht in leere Gläse oder Teller schaut.

Da wird der Thekendienst freiwillig übernommen,
oder ein Speiseplan für Freitag wird ersonnen,
Dafür muss man einfach Danke sagen,
und das nicht nur an den Weihnachtstagen.

Zum Feiern gab es in diesem Jahr allen Grund,
denn im Verein hatte Geburtstag, und der war rund,
50 Jahre wurde er alt, Euer Verein,
drum ludet ihr zur Feier ein.

Ja, da kamen dann gerne viele Leute,
manche sogar, obwohl sie gar nicht mehr Mitglied sind heute.
Auch der Patenverein war eingeladen,
das ließen sie sich natürlich nicht zweimal sagen.

Der Saal war voll mit Gästen,
das ist bei Feiern oft am Besten.
Und zum Essen gab es vom Buffet,
das fanden alle richtig nett.

Sogar Peter Grab, Bürgermeister und Kulturreferent,
hat eure Jubiläumsfeier nicht verpennt,
Aufgrund des Presseballs hatte er nicht viel Zeit,
aber trotzdem einen Zinnteller und eine Rede bereit.

650 Euro Festzuschuß gab es außerdem von der Stadt,
was man bestimmt auch unserem Stadtrat zu verdanken hat.
Auch der Patenverein kam nicht mit leeren Händen,
bald hängen die Teller hoffentlich an den Wänden.

Vom Gausportleiter gab es auch ein Dankeswort,
für die Ausrichtung der Meisterschaften im Schießsport,
wo der Gau gerne auf euren Sportpistolenstand zurückgreifen kann,
ein Angebot das er gerne nimmt an.

An diesem Festabend konnte man viel erfahren,
zum Beispiel wer bekleidet welches Amt seit wieviel Jahren.
Und dank der Detke-Jugend gab es auch einen Vortrag mit Bildern,
bei der die Roswitha konnte vieles aus der Vergangenheit schildern.

Im Thomasbräustüberl wurde damals angefangen,
im Nebenzimmer wurde der Schießstand vors Fenster gehangen,
Auf und Abbauen des Schießstands waren eine Qual,
weshalb sich dann auch irgendwann der Vereinsheimbau empfahl.

Eine Holzhütte bei MBB sollte man nutzen meinten die einen,
das konnten die anderen im Verein nur verneinen.
Ein richtiges Schützenhaus sollte es sein,
und da gab es richtig Zwist im Verein.

Wie ihr seht haben damals die Häuslebauer gewonnen,
denn sie planten sehr besonnen,
und sie machten nicht nur die Arbeit des Architekt,
nein auch die Finanzierung war perfekt.

Zuschüsse gab es damals noch reichlich von vielen Seiten,
außerdem konnte man ja auch selbst am Bau mitarbeiten.
Jeden Samstag gab es was zum tun am Bau,
mancher erinnert sich noch sehr genau.

Einen Weißwursttopf hatte man zum Kochen,
der nach einigen Wochen hat seltsam gerochen,
denn man war damals schon fortschrittlich,
und nutzte das gleiche Wasser wöchentlich.

1982 war das meiste fertiggestellt,
und man lud zur Eröffnung ein die Schützenwelt,
Zum Schießen kamen sie aus nah und fern,
und schossen bei Euch wirklich gern.

Der Sportpistolenstand war damals noch im Bau,
und um die Leute zu motivieren wusste Adolf Schwab genau,
dass man auf dem Schießstand auch mal schießen muss,
denn sonst endet Arbeit nur im Verdruss.

Also wurde der Vorderlader zum Probeschießen hergenommen,
doch der nackten Wand am anderen Ende ist das nicht bekommen.
Die Einschüsse sind heute hinter dem Kugelfang verborgen,
und machen euch auch nicht wirklich Sorgen.

Mit mehr Schießständen hatte man mehr Trainingsmöglichkeiten,
und das merkte man dann auch zu Wettkampfzeiten.
Erfolgreich waren und sind viele Mannschaftsschützen,
die ihre Freizeit dann auch gerne zum Üben nützen.

Bis in die Bezirksliga ist der Verein schon mal aufgestiegen,
nach vielen hart erkämpften Wettkampfsiegen.
In der letzten Zeit plagen ihn jedoch Nachwuchssorgen,
und er sollte sich dringend mal neuen Nachwuchs besorgen.

Nach vielen Amokläufen ist der Schießsport nicht sehr populär,
da tut man sich bei der Nachwuchswerbung natürlich schwer.
Vielleicht sollte man aber auch mehr bieten als nur Schießen,
zum Beispiel ein Vereinsleben das man kann genießen.

Also nicht nur an den Schießstand zum trainieren,
und bei Umzügen mitmarschieren,
Auch eine Diskussion und sei sie auch am Abend spät,
sorgt dafür dass man auch gerne zum Ratschen in den Verein geht.

Das Schützenheim soll ein Ort der Gemütlichkeit sein,
wo niemand ist für sich allein, sondern eben als Verein.
Der gemeinsam vieles kann erreichen und bewegen,
darum muss man das Vereinsleben auch pflegen.

Viel bewegt wurde übrigens auch an dem Grundstück im Westen,
das viele Jahre war belegt mit Containern und Bauschuttresten,
jetzt wird es von Euch Schützen wieder eingenommen,
die erste Ladung Humus ist schon angekommen.

Einen Rastplatz für warme Sommernächte wollt ihr bauen,
wo man dann, ganz im Vertrauen,
bestimmt kann den Sonnenuntergang genießen,
während hinter einem die andern am Schießstand schießen.

Doch kommen wir zurück ins Schützenhaus,
man sagte mir da fiel neulich öfter die Heizung aus,
gar bei 9,5 Grad musste man einen Wettkampf schießen,
das kann einem die Freude am Schießen schon vermiesen.

Der Kessel musste gewartet werden und dann,
fing zu allem Überfluss die Elektronik zum spinnen an.
Öl war da, doch es fehlte der Funke zum Zünden,
was letztlich zum Austausch des Zündtrafos tat münden.

Im nächsten Jahr sollt ihr daher daran denken,
und der Heizung vor dem Winter ein wenig Aufmerksamkeit schenken,
ein Wartungsdienst zur rechten Zeit,
euch von manchem Übel dann befreit.

Ein anderes Übel heißt Orndungsamt,
welches Euch regelmäßig zur Standabhnahme anmahnt,
da wird dann gesucht nach Sicherheitslücken,
aber was dann angeordnet wird ist oft nicht zum Entzücken.

Ein Brett am Schießstand soll es diesmal sein vor des Schützen Füßen
damit er nicht muß für Fehlschüsse büßen.
Doch die Gefahr beim Übersteigen des Brettes wird größer sein,
als das Risiko sich zu schießen ins Bein.

Darum sind die Bretter unten umklappbar,
das das Rückfragen gibt war schon klar.
Die Sache haben wir erklärt der Frau Fiedler,
aber in ein paar Jahren kommt die bestimmt wieder.

So, einer fehlt noch auf meiner Liste der Funktionäre,
über die zu lästern ich habe hier die Ehre.
Seit 20 Jahren heißt Der Vorstand heißt Rainer König,
doch in letzter Zeit man sieht ihn hier nur wenig.

Von Streß und Burnout sagt man ist er geplagt,
und machmal scheint er arg verzagt.
Die Summe aus Arbeit, Familie und Verein,
bringt ihm so manche Sorgenfalte ein.

Zum Glück ist er bei Euch im Verein,
denn ihr lasst ihn mit seinen Problemen nicht allein,
der Ausschuß nimmt ihm viel Arbeit ab,
denn sonst macht er irgendwann doch noch schlapp.

Doch jetzt ists gut ihr lieben Leute,
ich muß weiter und wenn ich die Augen der Kinder richtig Deute,
wollen die noch ein paar Tüten von mir haben,
an denen sie sich später laben.

So kommt nun her und lasst euch beschenken,
denn Weihnachten heißt nicht nur an sich zu denken,
und Kindern eine Freude zu machen,
gehört für mich zu den schönsten Sachen.

Ein Gedanke zu „Nikolausgedicht 2010

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