Nikolausgedicht 2014

Auch dieses Jahr gab es zur Weihnachtsfeier wieder den Jahresrückblick in Gedichtsform. 54 Absätze zu je 4 Zeilen über das Vereinsleben in 2014:

Vom Nordpol oben bin ich gekommen,
und habe mir für Euch etwas Zeit genommen.
Ein Jahr wollen wir Revue passieren lassen,
es passierte lustige Dinge und welche, die konnten wir nicht fassen.

Doch ich wäre ein lausiger Nikolaus,
käme ich ohne Gedicht in dieses Haus.
Drum lauscht nun meinem Bericht,
denn eure Heldentaten und Sünden vergesse ich nicht.

Am Anfang des Jahres wurde wieder ermittelt,
wer 2014 mit der Bezeichnung Schützenkönig wird betitelt.
Zur Königsfeier wurden die neuen Könige gekrönt,
daran hat man sich schon längst gewöhnt.

Bei der Jugend holte sich der Lukas Huber mit 94,2 Teiler die Kette,
die erste Ritterin hieß Anna König und ist eine ganz Nette.
Philip Nowakowski belegte danach den Rang drei,
und mehr Teilnehmer waren bei der Jugend nicht dabei.

Bei der Sportpistole hat Wolfgang Detke bewiesen,
dass er kann gut Blattl schießen.
Mit 276,1 Teiler auf Platz eins,
dicht gefolgt vom Ruißing Heinz.

Danach der Hans Mirbeth auf Platz drei,
und dann wars mit den Blattln schon vorbei.
Bei Sportpistole sind die ja eher selten,
und nicht so häufig wie bei den Luftdruckwelten.

Bei der Luftpistole gab es eine Sensation,
denn der neue König hatte eine Kette schon.
Gerade die von der Sportpistole gewonnen,
hat Wolfgang Detke auch noch den Lupi-König mitgenommen.

Der Abstand zum ersten Ritter Wilhelm Leimer war nur klein,
Das macht das Königsschießen spannend und so muss es sein.
Und nachdem er das Schießen wieder hat aufgenommen,
hat Gerd Hertle auch gleich den Platz des zweiten Ritters eingenommen.

Der Luftgewehr-König hingegen gehört zum Bereich der Frauensachen,
eine Familienangelegenheit wo drei Damen es untereinander ausmachen.
Man kann ja fast schon sagen es gibt keine Königsfeier,
ohne einen Würdernträger aus dem Clan der Westermeier.

Die Daniela hat die Königskette mit einem 13,5 Teiler gewonnen,
die Mutter Karin war nur um einen 1,2 Teiler schlechter weggekommen,
und Schwester Anika ist die dritte im Bunde,
dieser erlauchten Königinnen und Ritterinen-Runde.

Bei den Königsfeiern wird nicht nur getanzt und gesoffen,
nein, man kann auch auf ein warmes Essen hoffen.
Und das weil die Waltraud Mirbeth den Kochlöffel schwingt,
während die Musi draußen das Lied der Schützenliesl singt.

Und auch beim Schießen an den Freitagen,
muss keiner am Hungertuch nagen.
Als Dank gibt es eine vom Rebensaft,
für alle Arbeit die Du hast geschafft.

Die nächste Dame, das müsst ihr Euch mal denken,
ist nicht im Verein und tut trotzdem an der Theke ausschenken,
Die Gerti Bösl hilft den Verein nach Kräften,
beim Verkauf von Bier und Säften.

Auch für sie habe ich eine Flasche Wein dabei,
weil ich mich über soviel Hilfe wirklich freu.
Und nun geht es weiter auf meiner Liste der Wohltäter,
schimpfen tue ich dann noch später.

Einer putzt den Sportpistolenstand damit der wird heller,
die Rede ist natürlich hier von Robert Scheller.
Im Garten fällte er die alte Thuja-Hecke,
ja, beim Arbeiten ist er wahrlich keine Schnecke.

Egal ob Umbauen im Büro oder Pulverreste sind zu entsorgen,
er sagt nie „Das verschiebe ich mal auf morgen“.
Und liefert Riegele frühmorgens das Bier,
dann ist er da und öffnet dem Bierfahrer die Tür.

Bei unserem feuchtwarmen Klima,
wächst das Gras im Garten wirklich prima.
Damit es Euch nicht bis zum Halse steht,
gibt es jemanden der es für Euch mäht.

Dieter Fischer und Arno Grunwald,
sagten sich „das mach mer halt“.
Und kämpften gegen die langen Halme,
nur ihr Werkzeug, das brachte sie auf die Palme.

Der Rasenmäher vom Verein hat schon bessere Tage gesehen,
und taugte nicht mehr besonders gut zum Mähen.
Darum hat man in ein neues Arbeitsgerät investiert,
das mäht jetzt viel besser, die Ausgabe hat sich rentiert.

Ein weiterer der sich gerne kümmert um das Schützenhaus,
im Garten und auch sonst, ist unser Pschorr Eberhard Josef Klaus.
Egal ob es gibt Rasen zu mähen oder Laub zu sammeln,
er hilft dass die Außenanlagen nicht vergammeln.

Die Frauen von Dieter und Klaus sind nicht im Verein,
trotzdem lassen sie ihre Männer bei der Gartenarbeit nicht allein,
Hanna, die Frau von Dieter kommt sogar mit Enkeln dann,
die feuern dann den Opa beim Mähen an.

Sie sind obwohl Nicht-Mitglied mit dem Verein verbunden,
und investieren hier manche ihrer freien Stunden.
Dieser Einsatz ist dem Verein nicht egal,
darum bedankt er sich mit einer Flasche Wein fürs Regal.

Bei den Festen und Feiern sind die Leute entzückt,
wenn das Vereinsheim ist festlich geschmückt.
Sie dekoriert das Haus für jede Feier,
der Dank gebührt der Karin Westermeier.

Auch dem Outfit der Sportler hat sie sich verschrieben,
und Trainingsjacken und T-Shirts aufgetrieben.
Und wer noch braucht sportliche Anziehsachen,
kann bei ihr eine Bestellung machen.

An der Theke trinkt man gerne eine hochprozentige Runde,
meistens ja zur fortgesetzten Stunde.
Doch ohne den Jürgen Thronberens müsstet ihr irgendwann Wasser saufen,
denn er tut regelmäßig neue Vorräte fürs Getränkelager einkaufen.

Auch dem Thekendienst gegenüber ist er nicht abgeneigt,
was der Blick in den Thekendienstplan zeigt.
Dabei kommt er manchmal erst eine Stunde vorher von der Arbeit heim,
und ist dann dennoch pünktlich zum Thekendienst im Schützenheim.

Statt einer Gardinenpredigt möchte ich den Wilhelm Leimer loben,
der sagte sich „entweder kürzen wir sie oder hängen sie weiter nach oben“,
Die Rede ist natürlich von den Fenstervorhängen,
die nun in der passenden Länge vor den Fenstern hängen.

Man kann sie gar nicht alle beim Namen nennen,
die fleißigen Helfer die statt auf dem Sofa zu pennen,
für den Verein wichtige Arbeiten verrichten,
da war ich ganz übrigens ganz intensiv am Dichten.

Die die Thekendienst machen oder Auffüllen die Getränke,
die die sich um die Königsketten kümmern oder um Geburtstagsgeschenke,
die die bei der Scheibenausgabe und am Auwerttisch sitzen,
die die beim Hausputz und den Reinigungsdiensten schwitzen.

Die zum Marz aufs Land fahren um Scheiben zu kaufen,
die das Schneeräumen und Tonnen raustellen oder Snacks einkaufen,
die die das Bier bestellen oder mit dem Putzdienst Termine ausmachen,
die die Handtücher im Klo auffüllen oder für Feiern Salate machen.

Die die fürs Weihnachtsschießen die Preise aussuchen,
die die für die Königsfeier die Musik buchen,
die die Arbeit sehen und sich nicht davor drücken,
die die dem Verein mit ihrem Einsatz für alle beglücken.

Euch sei an dieser Stelle von ganzem Herzen Dank gesagt,
denn ohne Euch wäre mancher bestimmt schon längst verzagt.
So aber füllt der Verein sich ständig mit Leben,
und das ist es doch wonach wir alle streben.

Auf dieser langen namenlosen Liste,
gibt es noch jemand den ich bei dem Lob bislang vermisste.
Sie kümmert sich um viele um viele der oben erwähnten Sachen,
Und tut nebenbei auch die Geburtstagskarten machen.

Die Rede ist von der von der Roswitha Ruißing,
als Oma auszuruhen ist nicht ihr Ding.
Sie, und das muss ich mit viel Respekt bekunden,
investiert fur den Verein viele ihrer Stunden.

Letzten Montag ging übrigens eine Einladung raus,
für die Jubilare in diesem Schützenhaus.
Die wollen wir hier jetzt auch ehren,
und sie nicht einfach unter den Teppich kehren.

25 Jahre hält Roland Spieß dem Verein die Treue,
etwas worüber ich mich besonders freue.
Man sieht ihn zwar nicht mehr oft im Schützenkittel,
dafür hab ich mir sagen lassen hat er jetzt einen Doktortitel.

10 Jahre ist Anika Westermeier im Verein,
schießt gut und lässt die Luftgewehrmannschaft nicht allein.
Wilhelm Leimer und Maximilan Gerhard sind auch 10 Jahre dabei,
die silberne Vereinsnadel gibt es für alle drei.

Und ihr denkt es Euch sicher schon,
wir machen weiter mit einer alten Tradition,
neue Mitglieder bekommen die bronzene Nadel überreicht,
solange wie der Vorrat an Nadeln reicht.

Anfangen wollen wir mit dem Jüngsten der Neuen,
wir können uns über die Aufnahme von Christoph Scherer freuen.
Viktor Tevs hat auch den Weg zu uns gefunden,
und schießt gerne im Verein zu frühen Stunden.

Werner Eißner, Thomas Bauer und Dieter Hertzog wurden auch aufgenommen,
sie sind zu uns von anderen Vereinen als Zweitmitglied gekommen.
Aber auch bei usn gilt „vor dem Verein sind alle gleich“
warum mich ihnen auch die bronze Nadel überreich.

Einen der Neuen muss ich allerdings speziell behandeln,
als Manfred Kerst kam er zu uns und tat mit der Daniela anbandeln,
Und nach einer kleinen Hochzeitsfeier,
heißt er nun Manfred Westermeier.

Das Brautpaar hat für Euch eine Schützenscheibe gespendet,
auf die solltet Ihr schießen bevor die Gelegenheit endet.
Für Details mag ich auf den Sportleiter verweisen,
den tue ich nämlich hier als nächstes verreißen.

Gehts zur Ausschußsitzung lässt Hans Mirbeth gerne einen fahren,
nämlich den Heinz Ruißing, und das um Sprit zu sparen.
Ein Service um den man ihn manchmal beneidet,
außer wenn sein Fahrer an Alzheimer leidet.

Wie bestellt und nicht abgeholt steht er dann da,
und bei der Sitzung wundert man sich wo er abgeblieben war.
Bis es dem Heinz fiel wie Schuppen aus den Haaren,
„Mensch, den Hans, den hätte ich sollen fahren.“

Eine Erbschaft stand dem Verein ins Haus,
der Erblasser Franz Eisemann trat zwar schon vor einiger Zeit aus,
in seinem Testament hat er trotzdem an die alten Freunde gedacht,
und dem Verein über 1300 Euro vermacht.

Ein Geld das der Verein kann gut gebrauchen,
zum Beispiel um neue Kartuschen für die Vereinsgewehre zu kaufen.
Instandgesetzt wurde auch das alte Linksgewehr,
das macht jetzt wieder richtig was her.

Einer hat uns für immer verlassen,
die schlimme Nachricht konnten wir gar nicht fassen.
Beim Grillfest saß man noch fröhlich zusammen,
ein paar Tage später ist der Günter Müller von uns gegangen.

Er war ein guter Freund der immer auch an Andere dachte,
und für seinen Verein auch viel Zeit aufbrachte.
Beisitzer im Ausschuß war er für lange Zeit,
danach aber auch zu jeder Hilfe bereit.

Beim Auswertdienst hat er fleißig mitgemacht,
und manches repariert bevor es auseinanderkracht.
Und bei all der Arbeit die er machte, das kann ich Euch sagen,
hörte man ihn nie darüber klagen.

Obwohl seine Beerdigung war mitten in der Ferienzeit,
kamen viele und gaben ihm das letzte Geleit.
Und auch viele die sonst kaum noch kommen,
haben traurig von ihm Abschied genommen.

Menschen sterben, neue werden geboren,
der Kreislauf des Lebens wäre sonst verloren.
Und während wir voll Trauer an die Verstorbenen denken,
wollen wir doch auch Freude an die kleinen Menschen verschenken.

Darum kommt her ihr Kleinen,
wir wollen nicht länger um die Verstorbenen weinen,
sondern in Euch die Zukunft sehen,
deshalb sollt ihr mit einer Nikolaustüte nach Hause gehen.

Ich selbst muss los, zum nächsten Verein,
bestimmt schau ich auch im kommenden Jahr wieder bei Euch rein.
Dann werde ich wieder meinen Aufzeichnungen sichten,
und wieder was für Euch dichten.

Nun feiert schön das Weihnachtsfest,
und genießt des Jahres letzten Rest.
Gesundheit und Glück wünsche ich fürs neue Jahr,
hoffentlich werden Eure Träume wahr.

Ein Gedanke zu „Nikolausgedicht 2014

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